Sicher gedacht
NEUER WISSENSBEREICH · DIGITALE MATHEMATIK

Andere Zeichen.
Klare Regeln.

Computer rechnen mit Bits, Menschen lesen Zeichen und Sicherheitsverfahren arbeiten mit Schlüsseln und Fingerabdrücken. Entscheidend ist zu verstehen, ob etwas nur anders dargestellt, geheim gehalten oder unumkehrbar zusammengefasst wird.

Drei Verfahren,
drei Ziele.

Codierung, Verschlüsselung und Hashing sehen auf den ersten Blick ähnlich aus, beantworten aber völlig unterschiedliche Fragen.

CODIERUNG

Anders darstellen

Daten werden nach einer öffentlichen Regel umgeschrieben, damit ein anderes System sie transportieren oder lesen kann.

Geheimnis nötig?
Nein
Rückweg?
Direkt möglich
Beispiel
Base64
VERSCHLÜSSELUNG

Inhalt geheim halten

Ein Schlüssel verwandelt lesbare Daten in Chiffretext. Nur mit dem passenden Schlüssel soll der Rückweg gelingen.

Geheimnis nötig?
Ja
Rückweg?
Mit Schlüssel
Beispiel
AES-GCM
HASHING

Fingerabdruck bilden

Eine Hashfunktion erzeugt einen Wert fester Länge. Aus diesem Fingerabdruck soll sich der Ursprung nicht zurückrechnen lassen.

Geheimnis nötig?
Nein
Rückweg?
Nicht vorgesehen
Beispiel
SHA-256

Ein Text durch
drei Maschinen.

Ändere den Ausgangstext. Base64 und SHA-256 reagieren sofort; die Verschlüsselung beginnt bewusst erst nach deinem Klick und erzeugt einen frischen zufälligen Schlüssel.

INTERAKTIVER VERGLEICH

Darstellen, schützen oder prüfen?

Die AES-Demonstration speichert Schlüssel und Chiffretext nur im aktuellen Browserzustand. Sie ist ein Lernbeispiel und kein Werkzeug zur dauerhaften Aufbewahrung wichtiger Geheimnisse.

01 · BASE64

Codiert

Öffentliche Umwandlungsregel ohne Schlüssel. Jeder kann das Ergebnis zurückwandeln.

Reversibel, aber nicht geheim.
02 · AES-GCM

Verschlüsselt

Ein zufälliger 256-Bit-Schlüssel und ein Initialisierungswert erzeugen Chiffretext.

Noch nicht verschlüsselt
03 · SHA-256

Gehasht

Der Fingerabdruck ist immer 256 Bit lang – unabhängig von der Textlänge.

Nicht zum Entschlüsseln gedacht.

Zeichen werden zu Bytes.

Unicode vergibt jedem Zeichen einen Codepunkt. UTF-8 legt anschließend fest, aus welchen Bytes dieses Zeichen besteht. Umlaute und Emojis benötigen dabei oft mehrere Bytes.

ZEICHEN-INSPEKTOR

Der Ausgangstext, technisch gelesen

Die Tabelle verwendet denselben Text aus dem Vergleich und zeigt höchstens die ersten zwölf Zeichen.

Unicode-Codepunkt und UTF-8-Bytes sind nicht dasselbe: Der Codepunkt identifiziert das Zeichen, die Codierung beschreibt seine Speicherung.

Acht Bits ergeben
ein Byte.

Für Werte von 0 bis 255 reichen acht Bits. Klicke einzelne Stellen an oder gib eine Dezimalzahl ein.

KOMPAKT-UMRECHNER

Ein Wert in drei Zahlensystemen

Der ausführliche Umrechner erklärt zusätzlich Wortbreiten, Nibbles und vollständige IPv4-Adressen.

DEZIMAL42
BINÄR00101010
HEX2A